Fingerabdrücke im elektronischen Reisepass


Seit November 2005 werden in der Bundesrepublik Deutschland elektronische Reisepässe ausgegeben. Der Chip im „ePass“ der ersten Generation enthielt zunächst die üblichen Passdaten und das Foto als biometrisches Merkmal. Seit dem 01. November 2007 werden für elektronische Pässe der zweiten Generation auch die Fingerabdrücke erfasst.

Der elektronische Reisepass ist damit Teil einer Sicherheitspolitik, die nach den Anschlägen des 11. September 2001 von der Europäischen Union (EU) vereinbart wurde, um Identitätsbetrug als Schlüsseldelikt beim internationalen Terrorismus und anderen Formen der organisierten Kriminalität zu bekämpfen. Die Fingerabdrücke im Reisepass erhöhen nicht nur die Fälschungssicherheit der Dokumente, sondern verhindern auch den Missbrauch echter Dokumente durch unberechtigte Personen, die dem Dokumenteninhaber für das menschliche Auge zum Verwechseln ähnlich sehen.

Für deutsche Passinhaber änderte sich zum Stichtag 01. November 2007 wenig, denn im Umlauf befindliche Pässe (ob mit oder ohne Chip) bleiben im Rahmen ihrer vorgesehenen Laufzeit gültig. Nur wer einen neuen Pass beantragt, wird seit dem Umstellungsdatum zur Abgabe zweier Fingerabdrücke aufgefordert.

Hierbei scannt die Passbehörde Ihre beiden Zeigefinger mehrfach ein. Die beiden Bilder mit der jeweils besten Qualität werden automatisch von einer Software ausgewählt und vorübergehend gespeichert. Die anderen Bilder werden direkt verworfen und nicht gespeichert. Die qualitativ besten Fingerabdruckbilder werden dann zusammen mit dem Passfoto und den übrigen personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum etc.) elektronisch an den Passproduzenten (die Bundesdruckerei GmbH in Berlin) übermittelt. Eine dauerhafte Speicherung der Fingerabdrücke in einer zentralen Datenbank erfolgt nicht.

Rechtsgrundlagen allgemein

  • Passgesetz

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